Neuwahlen beim Musikzug

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde der Vorstand für ein weiteres Jahr wieder gewählt. Neu im Vorstand ist Jan Nösinger, der die vakante Position des Pressewartes übernahm. Zuvor begrüßte der 1. Vorsitzende Luigi Urzo die anwesenden Mitglieder. Sein besonderer Gruß galt den drei Ehrenmitgliedern Karl Schäfer, Wilfried Kraft und Kurt Heil. Leider waren im abgelaufenen Jahr langjährige Mitglieder (Horst Krämer und Horst Henninger) sowie Ehrenmitglied Wilhelm Wenner verstorben, denen in einer Gedenkminute gedacht wurde. Über eine Beitragserhöhung wurde diskutiert und letztendlich eine Anpassung von 2 Euro/jährlich beschlossen. Somit beträgt der Beitrag ab dem 1.1.2015 für jedes Mitglied 20 Euro im Jahr. Im Bericht des Vorsitzenden wurden die Ereignisse des vergangenen Jahres angeschnitten. Marko Herget, stellvertretender Jugendleiter, verlass den Bericht für den erkrankten Jugendleiter Willi Herget. Danach wurde in einer regen Diskussion über weitere Möglichkeiten der Nachwuchsarbeit und Nachwuchsgewinnung geführt. Über die Finanzen wusste Rechner Lothar Schurr zu berichten. Hierbei stand der größte Ausgabeposten beim Neukauf von Instrumeten und Vereinsbekleidung. Nach erteilter Entlastung ging Wahlleiter Kurt Heil auf die geleistete Arbeit des Musikzuges ein. Nicht nur, dass gute und kontinuierliche Nachwuchsarbeit geleistet wurde, nein auch das vor kurzem stattgefundene Neujahrskonzert in der Altrheinhalle brachte ihn ins schwärmen. Hier bekam auch Alexander Jung, musikalischer Leiter des Musikzuges, ein großes Lob. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender         Luigi Urzo

2. Vorsitzender         Harald Schmidt

    Rechner                Lothar Schurr

    Schriftführer          Lukas Spallek

    Jugendleiter          Willi Herget

stv. Jugendleiter       Marko Herget

    Pressewart           Jan Nösinger

    Gerätewart           Günter Herget

    Kleiderwart           Florian Herget

Notenwart    wird kommisarisch von Wilfried Kraft und Karl Schäfer übernommen. Kassenprüfer: Christine Ritsert und Erik Wegert


Unter Punkt Verschiedenes wurde ein Ausblick auf die bevorstehenden Termine im Jahre 2014 gegeben. Luigi Urzo verwies bereits auf das 40jährige Bestehen im Jahre 2016. Die Weichen für dieses Jubiläum sollen in naher Zukunft gestellt werden.

Orchester – Für den Musikzug Stockstadt bricht mit der

Karnevalssaison eine besonders arbeitsreiche Zeit an

Probenbild

Gruppenbild mit Dame: Nur eine einzige weibliche Musikerin spielt mit beim Musikzug Stockstadt.
Derzeit probt das Orchester für die Teilnahme an Karnevalsumzügen in Gernsheim, Mainz und Büttelborn.  Foto: Robert Heiler

Seit 38 Jahren besteht in Stockstadt der Musikzug. Fast ebenso lange
ist die vielseitige Brass Band auch bei der Mainzer Fastnacht dabei.

Aus dem Gruppenraum des Musikzugs im hinteren Teil der Altrheinhalle dröhnt es rhythmisch mitreißend in verblüffender Lautstärke – diese Dynamik ist eindeutig nicht für einen geschlossenen Raum gedacht. „Kurz vor der Fastnacht trifft sich unsere Percussiongruppe schon eine Stunde vor der normalen Probe, um gesondert für die Umzüge zu üben“, sagt der Vorsitzende des Musikzugs, Luigi Urzo. Das große Neujahrskonzert des Orchesters liegt noch nicht lange zurück, da naht schon mit der Fastnacht die nächste saisonale Herausforderung.

Eine Herausforderung, die routiniert angegangen wird. Schließlich ist die Beteiligung an der Mainzer Fastnacht fast so alt wie der Musikzug: 1976 gegründet, unterstützte das Blechblasorchester bereits ein Jahr später die Hechtsheimer Dragoner Garde musikalisch in der Fastnacht. Seitdem musizieren und marschieren die Stockstädter in weiß-blauer österreichischer Gardeuniform beim Ehrenoffiziersempfang in Mainz-Hechtsheim, in Mainz beim Gardeumzug am Fastnachtssonntag und natürlich beim großen Rosenmontagszug. In KuK-Uniform deswegen, weil sich die Hechtsheimer Karnevalisten in Erinnerung an die bei der Belagerung von Mainz 1793 in der Nähe ihres Orts stationierten österreichischen Soldaten „Hechtsheimer Dragoner Garde. Erstes Österreichisches Corps der Mainzer Fastnacht“ nennen.

„Danach sind wir schlagkaputt“

Die närrischen Tage bis zum Rosenmontag verlangen den Musikern einiges ab, denn sie sind nicht nur in Mainz unterwegs: Am Fastnachtsamstag marschieren sie bei der Gernsheimer Straßenfastnacht mit, am Sonntag „in einem Aufwasch“, wie es Urzo nennt, erst in Mainz und später in Büttelborn. Und am Rosenmontag folgt dann zum krönenden Abschluss der große Umzug durch die Mainzer Innenstadt. „Das macht alles großen Spaß, aber danach sind wir schlagkaputt“, bekennt stellvertretender Vorsitzender Harald Schmidt.

Als nun nach und nach die Musiker zur normalen Probe um 20 Uhr an diesem Donnerstag eintrudeln, fällt sofort eine Besonderheit des Orchesters auf: „Von Jung bis Alt, von 15 bis 73 Jahre ist alles dabei. Das macht gerade den Verein aus“, sagt Jugendleiter Wilfried Herget. Der Musikzug freut sich immer über Neuzugänge, versucht aber vor allem, seinen Nachwuchs selbst heranzuziehen. Zu diesem Zweck gibt es die „Junior Brass Band“, in der Jungen und Mädchen ab zehn Jahren an einem Blechblasinstrument oder Schlagzeug ausgebildet werden.

Was ebenfalls sofort auffällt: Mit Christine Ritsert (Trompete) gibt es zurzeit nur eine Musikerin unter den 26 Aktiven des großen Orchesters, obwohl sich die bis dahin reine Männerdomäne 2009 grundsätzlich für Frauen geöffnet hat. Im Jugendorchester spielen auch nur eine Trompeterin und eine Posaunistin. Das liegt, vermutet Vorsitzender Urzo, an der besonderen Ausrichtung des Musikzugs: „Wir sind ein reines Blechblasorchester, Mädchen und Frauen bevorzugen aber vor allem Holzblasinstrumente. Ändern möchten wir uns dennoch nicht, weil das unseren besonderen Sound ausmacht.“

Nicht nur Märsche im Programm

Wie der klingt, beweist die Brass Band eindrucksvoll während der Probe. Satt erklingt der österreichische Kaiserjägermarsch. „Den spielen wir immer, wenn wir in Mainz mit der Garde vor die Ehrentribüne ziehen“, erklärt Urzo, der für den abwesenden Orchesterleiter Alexander Jung die Vertretung übernommen hat. Aber der Musikzug kann beileibe nicht nur Märsche. Stimmungsvoll präsentieren die Musiker „Nessaja“ aus Peter Maffays Musical „Tabaluga“.

Denn bekannt ist die Brass Band für ihre Arrangements von Stücken, die man nicht unbedingt mit einem Blechblasorchester in Verbindung bringt. So haben sie auch die Blues Brothers im Repertoire, ebenso wie Phil Collins, „König der Löwen“ und Udo Jürgens, aber auch die klassischen Märsche und Polkas.

Ein so aufwendiges Geschehen wie das Neujahrskonzert stemmt der Musikzug nur alle zwei Jahre. Jährlich gibt es dagegen das Oktoberfest – in diesem Jahr am Samstag (4.). Und natürlich musizieren sie ausgiebig bei der Fastnacht in Mainz und im Ried – mit österreichischem Marsch und „Ole, Ole Fiesta.“

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