Musikzug Stockstadt schafft Emotionen und Gänsehautgefühl

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Beim diesjährigen Neujahrskonzert zog der Musikzug am vergangenen Samstag alle Register und begeisterte mit seinem 2 ½ stündigen Programm die gut 350 Zuhörer in der ausverkauften Altrheinhalle. Nach dem Eröffnungsstück „Nessaja“ aus dem Musical Tabaluga, begrüßte der erste Vorsitzender Luigi Urzo das Publikum und die Ehrengäste. Mit einem temperamentvollen Medley von russischen Melodien ging es mit dem „Säbeltanz“ über die „Taiga“ zur „Kalinka“. Anschließend kam es zur ersten der vielen Premieren des Abends: „The Lion King“ aus dem gleichnamigen Disneyfilm „Der König der Löwen“ wurde erstmals dem Publikum präsentiert. Hierbei glänzten Volker Brettnich (Flügelhorn), Günter Herget (Trompete) und Jan Nösinger (Tenorhorn) mit ihren Solis.

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Die Moderation des weiteren Abends übernahm der zweite Vorsitzende Harald Schmidt, der auf informative Weise die Stücke ankündigte und so den Musikern die eine oder andere Erholungspause verschaffte, aber auch der Witz kam zu den ernsten Anmoderationen nicht zu kurz. Nach dem „Bayrischen Defiliermarsch“ folgte ein „Best of The Blues Brothers“. Alexander Jung, musikalischer Leiter und Dirigent des Musikzuges, verlangte seinen Musikern alles ab, denn die auserwählten Musikstücke konnten kontrastreicher nicht sein. Es folgte die „Tenorpolka“ und anschließend „Gruß aus Böhmen“. Die nächste Premiere ließ nicht lange auf sich warten: Am Bass präsentierte Kristof Nadler gekonnt den „Tubamuckl“ und erntete reichlich Applaus. Mit dem Kaufpreis seines neuen Instruments hätte man sich locker einen Kleinwagen leisten können, so der Moderator. Nach „The Lonely Bull“ von Herb Alpert und Hits aus den 70er Jahren von „Les Humphries in Concert“ beendete man den ersten Teil. Mit der nächsten Premiere wurde der zweite Teil eröffnet. „Easy Lover“, „Two Hearts“ und „You can’t Hurry Love“ sind nur drei der großen Welthits von Phil Collins, die in der Brass-Version wiedergegeben wurden, als sei es selbstverständlich. Bei diesem Medley konnte die Percussiongruppe mit Florian Herget, Lars Hammann und Karol Osip ihr Können zeigen. Von den Welthits ging es zur „Vogelwiese“. Hierbei wurde der Text durch das fachkundige Publikum mitgesungen. Zurück zu den Wurzeln des Musikzuges, der in seinen Anfangsjahren immer wieder auf James Last Kompositionen setzte, wurde das Stück „Happy Music“ uraufgeführt. Gänsehaut verursachte dann das Solostück von Lothar Schurr jun. Mit dem Klassiker „My Way“ zog er die Zuhörer so in seinen Bann, dass man selbst eine Stecknadel hätte fallen hören können. Der Kontrast folgte prompt mit der „Amselpolka“. In die Welt des Schlagers tauchte man anschließend mit einem Udo Jürgens Medley ein, der mit "66 Jahren" "noch niemals in New York" war und aus "dem ehrenwerten Haus", aber bitte mit Sahne, auszog. Militärisch wurde es dann mit dem Österreichischen Fliegermarsch aus der Operette "Der fliegende Rittmeister". Die Posaunen kamen dann mit „Lassus Trombone“ in dem Saal und sorgten für gute Stimmung. Hier war diesmal nicht das Musikstück die Premiere, sondern der Premierenauftritt des Nachwuchsposaunisten Philipp Müller, der erstmals im großen Orchester dabei sein durfte. Von den amerikanischen Klängen ging es dann mit „Dort tief im Böhmerwald“ weiter und Harald Schmidt kündigte bereits das Ende des Konzertes an. Nach seinen Dankesworten an alle Helfer leitete er zu den „Alten Kameraden“ über. So wurde Gründungs- und Ehrenmitglied Kurt Heil kurzer Hand aus dem Publikum auf die Bühne gebeten, um bei diesem Abschlussmarsch von Carl Teike mitzuspielen. Folglich verlangte das Publikum nach einer Zugabe. Die kam zunächst in Form eines Sketches von den jungen Wilden aus dem Orchester. „Iss es schon soweit?“ war die dreifache Frage, bis es endlich soweit war! Der Saal wurde dunkel und die Ried-Pipers in Personen von Florian Herget, Markus und Tim Linert marschierten im schottischen Stil, Dudelsack und „Scotland the Brave“ ein.

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Spätestens hier stand der Saal Kopf. Zusammen mit dem Musikzug spielten die Ried-Pipers „Highland Cathedral“ und als weitere Zugabe versetzte Markus Linert am Dudelsack das Publikum in Trance. Mit „Amazing Grace“ schafften er und der Musikzug so eine emotionale Stimmung, dass das Publikum mitsummte und die eine oder andere Träne auf der Wange weggewischt werden musste. Mit diesem ergreifenden Finale ging ein einmaliges Konzert des Musikzuges zu Ende.

(Fotos von Harald Haza-Radlitz)

 

Oktoberfest etabliert sich in Stockstadt

Das fünfte Oktoberfest des Musikzuges Stockstadt ließ keine Wünsche offen.

Im vollbesetzten Saal der Altrheinhalle herrschte von Anfang an gute Stimmung.

Bevor der Musikzug das musikalische Zepter übernahm, stimmte Christian Kowalski die Besucher kräftig ein. Von Tanz und Theater der SKG Stockstadt trat die Gruppe „Crash’s" auf und bot mit einem modernen Tanz etwas für das Auge. Eine ungeplante Einlage der Dudalsackgruppe „Green Pipes and Drums" aus Weiterstadt kam genau so gut an, wie der Auftritt des Hörner- und Fanfarencorps der Hechtsheimer Dragoner Garde. Keine leichte Aufgabe hatte die Jury beim Dirndl und Lederhosen Contest. Mit großem Beifall des Publikums konnte Vanessa Opitz aus Stockstadt mit ihren beiden Töchtern Pauline und Anna-Lena den Dirndlwettbewerb gewinnen. Bei den Herren Gewann der Oberbayer Thomas Schmid aus Crumstadt.

Die Gewinner wurden mit einem Designer-Bierkrug von Ritzenhoff , gestiftet von der Firma Niewiera, und zwei Ehrenkarten für das Neujahrskonzert des Musikzuges am 25. Januar 2014 prämiert. Den Schlußpunkt setzte wiederum der Musikzug, der einige Zugaben geben musste. Mit Tanz und guter Unterhaltungsmusik ging es bis in die frühen Morgenstunden weiter. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer, die für den reibungslosen Ablauf des Abends sorgten.(lu) (Fotos: Haza-Foto)

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Das schönste Dirndl des Abends ging an Familie Opitz (Vanessa, Pauline und Anna-Lena)

Crashs

Die Tanzformation "Crash's" von Tanz und Theater der SKG Stockstadt überzeugte

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Die Überraschung am Abend. Die Green Pipes and Drums aus Weiterstadt.

 

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